Bokeh ist ein Begriff, der einem in seiner Fotokarriere früher oder später über den Weg läuft. So wie die meisten Objektive und Kameras kommt das Wort Bokeh aus dem Japanischen, es bedeutet soviel wie “unscharf”. Es geht darum, bestimmte Bereiche in einem Motiv als unscharf darzustellen bzw. um die Art und Weise der Unschärfe.

Deutlich zu erkennen der Bokeh im Hintergrund
Die runden “Kreise” die im Hintergrund zu sehen sind, entstehen durch die Blendenöffnung. Sie werden durch mehrere Dinge beeinflusst. Zum einen spielt die Anzahl der Lamellen der Irisblende, des Objektives eine Rolle, zum anderen ist auch die Größe des Sensors entscheidend für den Bokeh. Je größer der Sensor, umso größer erscheinen die Kreise.
Sinn und Zweck des “Bokeh” ist es, dass Motiv vom Hintergrund zu trennen und so eine gewisse Ästhetik auf den Betrachter zu erzielen.
Der Bokeh hängt also von mehreren Faktoren ab, aber der wichtigste ist das Objektiv. Im Großen und Ganzen spricht man davon, dass Teleobjektive dazu neigen, einen eher schlechten Bokeh zu produzieren. Dies muss aber nicht zwingend sein, je größer die Lichtstärke des Objektivs desto “besser” ist der Bokeh. Ich weiß man sollte immer vorsichtig sein mit der Äußerung “besser”, aber in diesem Fall kann man es einfach begründen. Lichtstarke Objektive haben eine geringer Schärfentiefe und somit kann der Bokeheffekt natürlich stärker ausgeprägt abgebildet werden. Wem es an dieser Stelle zuviel Technik ist, kann sich mit der Aussage abfinden, dass ein Lichtstarkes Objektiv einen bessern und “heftigeren” Bokeh produzieren kann.

Extrem Bokeh, Brennweite: 100mm, F 2,8
In diesem Beispiel sind alle vorher beschriebenen Aspekte erfüllt bzw. sehr gut zu erkennen.
1. Kreise bedingt durch die Lammelen, des Objektives.
2. Der Hund ist vom Hintergrund perfekt getrennt.
Dieser Effekt konnte aufgrund der Brennweite & Lichtstärke des Objektives erreicht werden.
Ich hoffe ich konnte ein bisschen Licht ins Dunkel bringen.
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